Bauanleitung für einen Folientunnel

 

Vorteil

Im zeitigen Frühjahr sind die Bodentemperaturen zum Keimen vieler Gemüsesorten im Freiland nicht optimalen. Ich helfe mir da schon seit Jahren mit einem Folientunnel. Die Montage ist einfach und die Fläche kann in jedem Jahr neu bestimmt werden. Die Frühlingssonne erwärmt den Boden im Folientunnel optimal. Wind und kalte Nächte haben nur wenig Chancen.
Im zeitigen Frühjahr kann ich meine Beete mit Radieschen, Salat, Kohlrabi und Spinat, im Mai Kulturen wie Bohnen oder Gurken schützen. Im Sommer kann ich die Folie durch ein feinmaschiges Gemüsenetz ersetzen um so Kohl oder Porree vor lästigen Kohlfliegen oder Lauchmotten zu schützt. Im Herbst und Winter verwende ich wieder Folie, um Spinat oder Feldsalat anzubauen oder frostempfindliches Gemüse, wie Sellerie, Mangold und Chinakohl, einzuschlagen.

 

Bauanleitung

Der Folientunnel sollte die Maße eines Beetes von 1,20 m mal 3,00 m haben, wobei die Länge natürlich nicht ausschlaggebend ist. Für die Stäbe kann man verzinktes Rundmaterial aus Stahl, besser, aber viel teurer, ist Edelstahl, verwenden. Man kann auch Glasfieberstäbe nehmen. Der Durchmesser der Materialien soll zwischen 5 und 8 mm liegen. Für einen 0,75 m hohen Tunnel muss das Material eine Länge von drei Meter haben. Der Abstand zwischen den Stäben ist mit 0,75 m optimal. Als Folie verwende ich eine langlebige UV-stabilisierte PE-Folien. Da gefaltete Folie zuerst an den Knickstellen bricht, ist Rollware besser als gefaltete. Die benötigte Breite ist 2,5 m, als Länge rechnet man Beetlänge plus 3 Meter.

 

Aufbau

Der Aufbau ist einfach. Man steckt die Stäbe an einer Seite des Beetes 30 Zentimeter tief in den Boden. Den ersten und den letzten Stab steckt man etwas tiefer ein. Nun biegt man die Stäbe halbkreisförmig, um sie auf der anderen Beetseite genauso tief in den Boden zu stecken. Jetzt legt man die Folie über die Stäbe und lässt sie zirka einen Meter über Tunnelanfang und -ende hinausragen. An einer Seite kann die Folie eingegraben werden, oder sie wird auf beiden Seiten mit geeignetem Material winddicht beschwert. Zusätzlich kann man an den Stellen, wo bereits Stäbe stehen, einen weiteren Drahtbügel stramm über die Folie gelegen und in die Erde gesteckt. An den Enden wird die Folie entweder eingegraben oder, besser, mit einem Stein beschwert.

 

Nutzung

Zum Gießen, Bearbeiten und Lüften wird dann einfach die Folie seitlich nach oben geschoben. Bei unerwarteten Minusgraden hilft ein brennendes Teelicht oder eine ähnliche Kerze weiter. Diese stellt man auf einige niedrige Steine. Über die Kerze stellt man einen tönernen Blumentopf mit der Öffnung nach unten. Die Kerze erwärmt den Tontopf, der die Wärme weiter nach außen abgibt. Wenn im Mai die Eisheiligen meine Bohnen, Zucchini oder auch Tomaten gefährden, kann diese Notheizung gut helfen.
Folienzelt oder Kleingewächshaus