Zimmerpflanzen im Winter Vorbeugen Bekämpfen

Pflanzen stärken
In den Wintermonaten sind unsere Zimmerpflanzen besonderem Stress ausgesetzt. Weniger Licht, trockene Luft und ungünstige Temperaturen schwächen sie. Pflanzenschädlinge vermehren sich im diametralen Gegensatz zum Gesundheitszustand der Pflanze. Richtiges Düngen, Wässern und die richtige Temperatur sind die besten Voraussetzungen um Läuse, Thripse und Weiße Fliegen fern zu halten. Unsere Zimmerpflanzen sind im Winter besonders anfällig. Trockene Heizungsluft und kurze oft dunkle Tage schwächen die Pflanzen.

 

Wintersonne
Ende Januar nimmt die Wirkung der Sonne deutlich zu. Damit erwachen auch die meisten Schädlinge an Zimmer- und Kübelpflanzen. Besonders an Pflanzen, die über Sommer im Freien standen, findet man Blattläuse. Die Blattlauseier wurden im Spätsommer abgelegt und die Läuse schlüpfen nun im warmen Zimmer vorzeitig. Deutlich fallen die goldgelben Oleanderblattläuse auf. Grüne oder dunkelgraue Läuse zeigen sich ebenfalls an verschiedenen Pflanzen. Ähnlich verhält es sich mit Spinnmilben und Woll-, Schmier- und Schildläusen. Auch sie vermehren sich stärker bei höheren Temperaturen und reichlich Sonnenschein.

 

Trockene Zimmerluft
Die trockene Zimmerluft im Winter fördert die Verbreitung der Spinnmilbe. Die winzige Milbenart saugt an den Blättern und webt feine Gespinste um sie. Durch höhere Luftfeuchtigkeit kann man die Ausbreitung einschränken. Treten die Schädlinge trotzdem auf, werden sie mit dem Finger, einem kleinen Pinsel oder einer Zahnbürste abgestreift. Die Schadbilder sind silbrige Flecken auf den Blättern oder kleine Gespinste auf den Blattunterseiten und in eventuell vorhandenen neuen Trieben. Man kann auch die Pflanze abduschen (Substrat abdecken). Anschließend wird die Pflanze, so nass wie sie ist, für einen Tag vollständig mit Folie bedeckt. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit stirbt ein Großteil der Schädlinge ab.
Ein weiterer Schädling ist die, wie ein flacher, brauner Stecknagelkopf aussehende Schildlaus. Auch sie liebt trockene Zimmerluft. Zur Bekämpfung nimmt man allerdings Ölpräparate aus dem Fachhandel.

 

Pflanzen vorbeugend befeuchten
Leider bemerkt man den Schaden erst bei stärkerem Befall. Regelmäßige Kontrollen auf Krankheiten und Schädlinge sind daher besonders wichtig. Blattläuse, Spinnmilben, Thripse, Schildläuse oder Weiße Fliegen haben besonders im Winter ein leichtes Spiel. Um diesen Schädlingen vorzubeugen und die Pflanzen zu stärken sprüht man die Pflanzen morgens mit lauwarmem, kalkfreiem Wasser ein. Blüten, sowie Gloxinie, Usambaraveilchen, Begonie oder Primel, also Pflanzen mit weichen, behaarten Blättern, dürfen nicht besprüht werden. Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit über der Fensterbank kann man auch breite Gefäße mit Wasser aufstellen.

 

Pflanzenschutz aus der Dose
Treten Schädlinge trotzdem auf, muss gehandelt werden. Schnelle Hilfe bringen meist spezielle Pflanzenschutzsprays aus dem Fachhandel. Aber auch sie müssen mehrfach angewandt werden. Bei der Behandlung darf man die Blattunterseite nicht vergessen. Trauermücken, Weiße Fliegen, Minierfliegen und Geflügelte Blattläuse bekämpfe ich mit Gelbstecker. Das sind gelbe, geleimte Fangtafeln. Sie werden in der unmittelbaren Nähe der befallenden Pflanze, oder vorbeugend im Abstand von weniger als einem Meter, aufgestellt. Wegen des geringeren Wachstums im Winter wirken Pflanzenschutzstäbchen im Winter nicht gut. Als besonders umweltschonend gelten Pflanzenschutzmittel auf Rapsölbasis oder aus dem Öl des Niembaums.

 

Nützlingen
Der Einsatz von Nützlingen gegen verschiedene Schadinsekten gewinnt an Bedeutung. Selbst bei Zimmerpflanzen wird der Einsatz empfohlen. Bei vielen Pflanzen mit hohem Befall lohnt sich der Einsatz von Larven der Florfliege. Die müssen im Fachhandel bestellt werden. Ihre Wirksamkeit ist jedoch von optimalen Lebensbedingungen abhängig. Hier beginnen die Schwierigkeiten beim praktischen Einsatz aller Nützlinge im Wohnzimmer. Die erforderlichen Lebensbedingungen wie hohe Luftfeuchtigkeit und eine bestimmte Temperatur können nicht immer erfüllt werden. Die Verhältnisse in Wintergärten und Pflanzenvitrinen sind dagegen schnell anzupassen. Vor einem Nützlingseinsatz sollten Sie sich ausführlich beraten lassen.

 

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